Sein oder Nichtsein?

Sein oder Nichtsein?

Like This Video 0 Susanne
Added by 14. Juni 2017


 

Drei-Minuten-Teaser: Das Schwarze Loch auf dem Prüfstand der beobachtenden Astronomie

 

Astrophysiker beginnen jetzt damit, die Phänomene im Nahbereich des superschweren Schwarzen Lochs zu entschlüsseln, das im Zentrum der Milchstraße sitzt. Eine wichtige Frage ist dabei auch, was am sogenannten Ereignishorizont passiert, jene Region, die jetzt erstmals beobachtet werden kann. Dort soll Materie für immer ins Schwarze Loch verschwinden. Sind die von Einsteins Gravitationstheorie postulierten Vorgänge dort tatsächlich zu sehen – oder ensprechen die dortigen Phänomene der schon 2008 postulierten „pseudokomplexen Umformung“ der Relativitätstheorie?


 
Sprechertext der Sendung:
 
Ein Physiker und die dezidierte Prognose seiner Theorie:

Statement Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Walter Greiner

Gibt es sie oder gibt es sie nicht? Ein wissenschaftlicher Streit um des Kaisers Bart, da wir die geheimnisvollen Schwarzen Löcher weder so noch so real beobachten können? Ganz falsch! Denn die als gefräßige Materiesauger verrufenen Schwarzen Löcher – das ist nur das halbe Bild.

Je mehr Materie ein Schwarzes Loch ansaugt, desto aktiver wird es – und desto besser können wir seine Aktivitäten auf unserer Seite der Welt beobachten. Seine Rotation lässt Magnetfelder wachsen, über die ein großer Teil der einfallenden Materie in Jets wieder zurück in den Weltraum geschleudert wird. Schwarze Löcher stoßen zudem gewaltige Molekülwolken weit hinaus in den Weltraum – darin entstehen sogar wieder neue Sterne.

Schwarze Löcher – nicht nur Boten der Sternzerstörung, sondern auch aktive Begleiter des Werdens im Kosmos. Wie all diese Phänomene physikalisch zusammenwirken, ist vorläufig noch ein spannendes Forschungsgebiet. Objekte dafür gibt es viele, denn im Zentrum der meisten Galaxien sitzen solche supermassereichen Schwarzen Löcher – auch in unserer Milchstraße

Einblendung Daten:
– SgrA*
– Entfernung 27.000 Lichtjahre
– Masse 4,2 Mio. Sonnenmassen
– Durchmesser ca. 25 Mio. km
– Radius=Ereignishorizont: 12,5 Mio. km

Nach Einstein gilt: Materie wird von einem Schwarzen Loch mit steigender Geschwindigkeit angezogen – ist der Ereignishorizont erreicht, verschwindet sie endgültig aus unserer Welt. Diese Konvergenz der Gravitation ins Unendliche bezeichnen Physiker als Singularität. Schon Einstein kämpfte damit, fand aber keine Lösung dafür. An dieser Stelle kommt wieder der 2016 verstorbene Walter Greiner ins Spiel. Schon 2008 hat er sich mit seinem ehemaligen Schüler Peter Hess mutig an Einsteins Relativitätstheorie gewagt und sie einem mathematischen Facelifting unterzogen. Damit fand er eine mögliche Erklärung des Phänomens.

Statement Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Walter Greiner

Mit der pseudokomplexen Umformung der Gravitation verlangsamt sich Materie bei der extremen Masseansammlung eines Schwarzen Lochs und wird dann sogar repulsiv. Vorläufig alles noch reine Theorie. Doch Astrophysiker rücken den Vorgängen am ominösen Ereignis-Horizont immer näher. Im April 2017 fanden zum ersten Mal Messungen statt, die Vorgänge mit einer Auflösung von weniger als fünf Schwarzschild-Radien erfassen konnten. Mit der umfangsreichen Datenauswertung wollen die Astrophysiker bis 2018 unter anderem geklärt haben, ob das pseudokomplexe Facelifting der Relativitätstheorie beobachtbaren Tatsachen entspricht oder nicht.

Hätte Greiner recht, wären die exotischen Schwarzen Löcher zwar immer noch da, aber endgültig auf Normalzustand entmystifiziert.

 
Erstsendung: Juni 2017
© 2017 mce mediacomeurope GmbH
© Vorschaubild: ESO

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