Dunkle Energie = Anti-Gravitation?
Teilchenphysiker und Kosmologen suchen nach dem Modellen für die Dunkle Energie
Die Dunkle Energie ist jene scheinbar mysteriöse Kraft im All, die dazu führt, dass die von Edwin Hubble 1927 entdeckte Expansion des Weltalls nicht statisch ist, sondern sich im Lauf der Entwicklung des Universums immer weiter beschleunigt. Derzeit lässt sich diese Beobachtung weder in unsere kosmologischen, noch in die teilchentheoretischen Modelle widerspruchsfrei integrieren. Entspricht die Dunkle Materie der Vakuum-Energie der Teilchenphysiker? Ist sie möglicherweise gar nicht konstant, sondern änderte sich im Lauf des Universums? Oder stimmt gar die These, dass sie – unter Voraussetzung einer geklumpten Struktur des Universums, in der Zeit nicht überall gleich verläuft – nichts anderes ist als ein mathematisches Artefakt, eine Art Rotverschiebung 2.0? Alles falsch, sagt der Kosmologe Matthias Bartelmann, mit dem Susanne Päch für diese Sendung ausführlich gesprochen hat. Die einfachste Erklärung für die Dunkle Energie: Es ist die negative Seite der Newtonschen Anziehungskraft, der Gravitation, die schon von Einstein eingeführte, dann wieder verworfene „kosmologische Konstante“. Für alle Erklärungen gibt es ein Für und Wider aus Beobachtungen, denen Susanne Päch in dieser zweiten Sendung der Doppelfolge über Masse, Licht und Gravitation nachgeht. Die Forschungen um die faszinierende Dunkle Energie werfen dabei auch ein Schlaglicht auf das Grunddilemma im ungelösten Spannungsfeld zwischen den Modellen der Teilchentheoretiker und der Kosmologen.
Erstsendung: Januar 2026
© mce mediacomeurope GmbH
No Comments
