Blick ins Hirn

Blick ins Hirn

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Added by 29. Januar 2021

Neurowissenschaft beobachtet den Menschen mit Hirnscannern beim Denken

 

Mit der funktionellen Magnetresonanztomographie sowie Elektroenzephalogrammen kann die Hirnforschung Denkprozesse analysieren. Die Auswertung der Daten ist komplex, ermöglicht heute aber mit Hilfe von KI-Methoden bereits erste Ansätze, nicht nur sagen zu können, wo das Denken im Hirn gerade stattfindet, sondern auch an was der Proband gerade denkt. Noch stehen solche Forschungen ganz am Anfang, doch das Ziel steht schon am weiten Horizont: die Entschlüsselung des neuronalen Codes. Susanne Päch sprach über die Methode, ihre Grenzen aber auch den Stand der kognitiven Forschung mit John-Dylan Haynes, der an der Charité in Berlin arbeitet und zudem Mitglied des Bernstein-Netzwerks ist, ein Forschungsverbund im Bereich der Computational Neuroscience.

 
 
Erstsendung: Januar 2021
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3 Comments

  1. Kinseher Richard
    Kinseher Richard 2 Mai, 2021, 15:27

    Wenn wir einen neuen Reiz wahrnehmen, dann reaktiviert das Gehirn sofort eine vergleichbare Erfahrung aus dem Gedächtnis.
    Wenn aber keine vergleichbare Erfahrung vorhanden ist – ändert sich der Fokus der Aufmerksamkeit; so dass die Arbeitsweise des Gehirns nun der bewussten Wahrnehmung zugänglich wird: in Form der ´Nahtod-Erfahrung´(NTE). Dabei sind zwei Strategien erkennbar:
    A) das Gehirn erstellt eine virtuelle Simulation des eigenen Körpers – das ist die ´Außerkörperliche Erfahrung´ (wo man den Eindruck hat den eigenen Körper von Außen zu beobachten).
    B) das Gehirn vergleicht den unbekannten Reiz systematisch mit Gedächtnisinhalten – welche dabei reaktiviert und somit der bewussten Wahrnehmung zugänglich werden. Dabei sind zwei Strategien erkennbar:
    1) in hierarchisch AUF-steigender Reihenfolge werden Erlebnisse ab dem 5. Schwangerschaftsmonat bis zum aktuellen Alter erkennbar – dies wäre das ´Episodische Gedächtnis´.
    2) in hierarchisch AB-steigender Reihenfolge werden Erlebnisse ab dem aktuellen Alter bis hinab zum 2.-4. Lebensjahr dem bewussten Erleben zugänglich – dies wäre das ´Autobiographische Gedächtnis´. Den unteren Grenzbereich bezeichnet man auch als ´Infantile Amnesie´.

    Wendet sich das Gehirn einem anderen Reiz zu – dan ist die NTE vorbei.

    Wichtige Grundlagen kognitiver Prozesse sind dem bewussten Erleben zugänglich – aber leider wird dieser direkte Zugang zur Arbeitsweise des Gehirns bisher von der Forschung ignoriert.

    Per Google-suche [Kinseher NDERF denken_nte] ist eine PDF mit dem Erklärungsmodell für NTEs lesbar. Dazu ein Beispiel mit Lebenslauf in hierarchisch AUF-steigender Reihenfolge.

    Die Abläufe von NTEs geben wetvolle Hinweise zur Arbeitsweise und Funktion des Gehirns. z.B. dass unsere Erlebnisse in HIERARCHISCHER Reihenfolge reaktiviert werden – bedeutet, dass sie genau so im Gedächtnis abgespeichert sind. D.h. Eine zeitliche Codierung ist dazu nicht nötig – was enorm viel Speicherplatz spart (Dies ist z.B. ein Trick warum unser Gehirn so schnell/effektiv ist)

    Der Begriff ´zustandsabhängiges Erinnern (state dependent retrieval)´ (PDF Seite 2) – erklärt wie ALTE Erfahrungen beim Erinnern in NEUES Wissen umgewandelt werden – bzw. wieso wir uns lebenslang als die gleiche Person fühlen, obwohl wir uns dauernd verändern.

    NTEs kann man von Halluzinationen deutlich unterscheiden, weil bei NTEs gleichartige Inhalte/Strukturen deutlich erkennbar sind.
    Es gibt Bilbliotheken mit Tausenden von NTEs (NDERF, IANDS) – aber die Gehirnforscher ignorieren diese Daten bis heute.
    Das ist schade, denn so wird man die Arbeitsweise des Gehirns nie verstehen

  2. Psychologe
    Psychologe 4 Mai, 2021, 22:05

    Dieser Artikel hat noch heute Gültigkeit: https://sz-magazin.sueddeutsche.de/wissen/die-koenigin-aller-wissenschaften-79148

  3. Wolfgang Stegemann
    Wolfgang Stegemann 5 Mai, 2021, 08:57

    Soll also für alle 10 Millionen Objekte meines Denkens ein Muster gefunden werden? Klingt abwegig. Und ob neuronale Netze ‚von selbst‘ Strukturen des Denkens finden, möchte ich bezweifeln. Im Artikel von Andreas Bernard wird eine schöne Einschätzung gegeben: Die Königin aller Wissenschaften?
    Von der Hirnforschung erhoffen sich alle alles. Zu Unrecht.
    (sz-Magazin der Süddeutschen) Bitte googeln, da Links hier offenbar nicht funktionieren.

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